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Systemisches Change Management kann den Unterschied machen

„Veränderung ist die einzige Konstante.“ – Auch wenn das berühmte Zitat Heraklits nun bereits über 2.000 Jahre alt ist, so hat es doch nichts an Relevanz eingebüßt. Wir spüren es – die Welt verändert sich zunehmend schneller, und zwar in allen Lebensbereichen – beruflich, privat und gesellschaftlich. Die Verbreitung künstlicher Intelligenz (AI) und deren Auswirkungen, der Klimawandel, die Migrationsbewegungen und den Wandel in der Gesellschaft verbunden mit sich ändernden Erwartungen und Werten gehören zu den derzeit am Stärksten spürbaren Auslösern für Veränderung.

Viele haben bereits einen Change Prozess miterlebt und dabei festgestellt, dass es wirklich herausfordernd ist in dieser Situation bewusst zu agieren. Sie fühlt sich für viele Menschen kompliziert und unklar an- und daraus entsteht häufig Unsicherheit. Das gilt auch für Unternehmen, bzw. für alle Organisationsformen und damit insbesondere für die Mitarbeitenden, die mit der Aufgabe betraut sind, die Zukunft der Organisation zu sichern und anderen Menschen Orientierung und Sicherheit zu geben – Führungskräfte.

Organisationen werden gegründet, um ein Problem zu lösen, sie erfüllen damit einen  Zweck. Aus systemtheoretischer Perspektive existiert die Organisation nur im Zusammenspiel mit ihrer relevanten Stakeholdern. Wenn die oben beschriebenen Veränderungen so stark in ihren Auswirkungen sind, dass sie den Zweck von Organisationen in Frage stellen, sprechen wir von disruptiv.

Führungskräfte müssen daher, aufgrund ihrer Rolle im Unternehmen, ausgeprägte Kompetenzen haben, um Veränderungen zu sehen, zu gestalten und Betroffene zu Beteiligten zu machen. Das gilt besonders für den Umgang mit Mitarbeitenden, die zum Beispiel in der Auswirkung der Digitalisierung gänzlich neue Erwartungen, Verhaltensweisen und neue Kulturen des Zusammenlebens und –Arbeitens entwickeln. Wer will da schon den Anschluss verpassen?

In vielen dieser Organisationen existieren, aus unserer Sicht, verdiente Management- und Führungsmodelle, die immer noch zu selten eine ausgeprägte Veränderungskompetenz als Führungsaufgabe berücksichtigen, um den komplexen Wandel zu begleiten.

Ein möglicher Ansatz dafür ist der systemische Blick, um mit Komplexität fertig zu werden und diese produktiv und nützlich zu gestalten. Vor unserem itstime-Leben haben wir dieses Spannungsfeld täglich selbst erlebt- als Mitarbeiter und als Führungskräfte. Einer unserer Ansätze, auch für uns selbst, ist es ein grundlegendes, systemisches Verständnis von Veränderungsprozessen auszuprägen, indem wir dies persönlich trainieren und erleben. Somit stellen wir sicher, dass die zahlreichen Methoden, die es gibt – ob systemisch, agil oder anders genannt- erfolgreich und sinnvoll für die eigene Situation eingesetzt werden können.

Wer Veränderung verstehen möchte kann sich unter anderem systemischer Haltungsweisen und Kompetenzen bedienen, um die Einordnung in einem größeren Zusammenhang zu verstehen.

Genau diese persönliche Kompetenz, d.h. Veränderungen besser zu verstehen und aushalten zu können, um dann sicher zu agieren, ist in den nächsten Jahren entscheidend.